Hallo Leute! Long time no see… 😉 Die ein oder andere hat mich schon kontaktiert, ob ich eh nicht von einem Krokodil gefressen wurde… Nein, ich bin noch da, lebendig wie eh und jeh und sogar braun gebrannt – und einfach soooo im Reisefieber, dass ich nicht zum Schreiben gekommen bin! Aber das hole ich jetzt einfach alles nach… Also lean back und enjoy – das wird jetzt ein langer Post von Byron Bay und die anderen Posts folgen auch so bald wie möglich. 😉
Nach einer gemütlichen Fahrt im Nachtbus bin ich also am Mittwoch in der Früh in Byron Bay angekommen. Angepriesen wurde mir das kleine Küstenstädtchen von ganz vielen als DAS Mekka der Backpacker. Und ich war auch noch genau zum richtigen Zeitpunkt dort: Am Wochenende ging das Splendour on the Grass Festival über die Bühne, eines der größten Festivals Australiens. Leider waren mir die Karten spontan dann doch zu teuer, aber dafür war generell einfach sehr viel los in der Stadt! 🙂
Tage 32 + 33: Endlich Strand
Mittwoch und Donnerstag hab ich die ersten zwei wirklichen Beach-Days in Australien gehabt – endlich! Und wie sollte es bei mir anders sein, hab ich auch gleich einen saftigen Sonnenbrand davongetragen – sich selber am Rücken einschmieren ist bis jetzt der einzige Nachteil am alleine reisen… 😉 Zum dritten Mal auf meiner Reise hab‘ ich Emily getroffen, mit der ich am Donnerstag am Strand gechillt habe und am Abend gemütlich essen war. Am Mittwoch gab’s im Hostel Burger – gratis und sogar mit Nachschlag! 😉

So chillen alle am Strand in Byron beziehungsweise auf dem Stück Gras oberhalb. Dort ist ab Mittag immer Straßenmusik angesagt, aber richtig gute – mit Anlage und allem drum und dran! Den Ausblick und die Atmosphäre habe ich fast jeden Abend genossen, weil mein Hostel glückicherweise gleich um die Ecke war. Fast am Strand und direkt neben einem Aldi, eine bessere Lage für ein Hostel gibt’s eigentlich gar nicht! Die beiden Chill-Tage haben echt gut getan, nach einem Monat volle Power auf Achse! Und keine Sorge, die Tage darauf waren dann auch wieder spannender… 😉
Tag 34: Catching some waves!
Es gibt so ein paar Dinge, die einfach jeder in Australien mal probiert haben sollte. Und weil ich einfach alles probiere, bin ich natürlich auch auf ein Surfboard geklettert. Und boy, das war vielleicht anstrengend!
Ich habe ja den Windsurf-Schein (jaja, etwas länger her, aber der ist immer noch in meiner Geldtasche – und das ist, was zählt… 😉 ) und auch Stand-up paddeln ist kein Problem – aber Wellenreiten ist eine ganz andere Liga!

Freitag Mittag haben wir uns also erstmal in der Surfstation getroffen und sind dann mit diesem Bus zu einem etwas weiter entfernten Strand gefahren. Und ab da gibt’s leider keine Fotos mehr, weil ich mit Überleben beschäftigt war! 😉
Ganz so schlimm war’s natürlich nicht, aber ich war so beschäftigt, nicht unterzugehen, dass ich da einfach keine Kamera mitnehemen hätte können… Der Typ von der Surfstation hat zwar Fotos gemacht, aber da war ich nur auf ganz wenigen drauf und ich wollte auch nicht 30 Dollar für Fotos von mir IM Wasser zahlen… Das einzige Mal, wo ich AUF dem Board gestanden bin, hat er anscheinend verpasst! 😉 Aber hey, ich bin einmal kurz aufgestanden und hab meine Lungen danach so richtig mit gesundem Meerwasser durchgespült – ich würde sagen, ein perfekter erster Versuch! Und vielleicht probier‘ ich es weiter nördlich in wärmerem Wasser nochmal…
Am Abend ging’s dann noch mit dem Surfkurs zum Burgeressen, das war inkludiert. Zwei Jungs (Ben + Ben aus England) waren auch mit dabei und glücklicherweise sind wir gemeinsam zu der Burgerbar spaziert – von Straßenbeleuchtung halten die nämlich gar nix in Byron Bay und es war einfach stockdunkel. Aber Google Maps, unser Freund und Helfer, hat uns zielgenau dorthin geführt – und dann auch wieder zurück. 🙂
Tag 35: Kajaken mit Walen
Genau so wie ich migrieren zur Zeit auch die Humpback-Wale die Ostküste Australiens hinauf… 🙂 Von der Ferne habe ich ja schon einige in Newcastle und Port Macquarie gesehen, aber was da am Samstag passiert ist, war einmalig!
Weil das anscheinend jeder macht, hab‘ ich auch eine Kajaking Tour gebucht. Die Gruppe war ganz nett zusammengewürfelt aus Backpackern und Familien und nach einer kurzen Einweisung und einer etwas längern Umziehphase – blöde Neoprenanzüge – sind wir dann losgestartet.

Ich hab mir mein Kajak mit Louise aus England geteilt, und schon beim Einsteigen hab ich meine Go Pro versenkt… Also kurzes Mann-über-Bord Manöver und die Kamera gerettet und dann waren wir auch schon am Weg „into the deep blue“. Die 3 Guides waren spitze, eine davon hat sogar Meeresbiologie studiert und konnte uns ganz viel erklären und zeigen. Schon nach 5 Minuten hätte ich versehentlich fast einer Schilkröte mein Paddel über die Rübe gezogen – die sind so neugierig ganz nah an unsere Kajak rangeschwommen. Das eigentliche Highlight war dann aber wirklich ganz draußen, am sogenannten Wal-Highway. Irgendwie sind wir zwei beim Beobachten und Dösen in der Sonne ein bisserl abgetrieben von den anderen und auf einmal taucht vor uns ein Wal auf – keine 15 Meter entfernt!

Wir waren beide so perplex, dass wir einfach nur schauen konnten – aber glücklicherweise hat einer der Guides Fotos gemacht! 🙂 Nach diesem einmaligen Erlebnis haben wir dann umgedreht und sind der schönen Küste antlang wieder reingepaddelt – und auch kurz mal geschwommen. Aber alles gewollt, nur einmal sind welche mit dem Kajak umgekippt… Und eine ist seekrank geworden – nicht ideal auf einem Kajak, aber immerhin kann man sich da im Sitzen in’s Meer entleeren… 😉
Danach bin ich dann wieder zurück ins Hostel zum Duschen und frischmachen und bin dann am Abend mit Louise und Richard, einem Nordiren, noch in ein, zwei Bars. Ein rundum gelungener Tag!
Tag 36: Mal wieder ein Coastal Walk 😉
…und zwar zum Leuchtturm von Byron Bay und gleichzeitig um östlichsten Punkt des australischen Festlandes. Von Byron Bay geht’s gleich ganz wunderschön mehrere kleinere Buchten entlang – einfach nur schön!


Ich war mit Richard unterwegs, dem Nordiren vom Kajaken – und weil das irgendwie mehr Stufen waren, ales gedacht, haben wir uns zwischendrin mal einen gesunden Snack gegönnt:

Acai-Smoothie mit Ausblick – vielleicht sollte ich das Foto dem Café als Werbung schicken… 😉
Viele weitere Stufen später waren wir dann endlich am Ende der Halbinsel – am östlichsten Punkt Australiens.

Schaut jetzt nicht viel anders aus, als 100 Meter weiter westlich, aber bitte… 😉 Da eigentliche Highlight ist ja eh der Leuchtturm – und der hat nicht enttäuscht!

Ich hatte mal wieder Glück und bin mit einer Führung sogar ganz rauf gekommen – noch mehr Stufen.. 😉

Der Ausblick hat aber dann ziemlich entschädigt – und Wale und Delfine hab‘ ich auch gesehen von dort oben!

Wieder unten angekommen hab‘ ich mit Richard und Tabitha (aus Amerika, irgendwie gabelt man immer andere Backpacker auf…) einen Kaffee getrunken und mich dann auf den Rückweg gemacht. Da haben wir dann auch den Strand entdeckt, wo ich am Freitag die Surfstunde hatte – auch von oben schauen die Wellen beeindruckend aus, finde ich!


Am Abend bin ich dann recht schnell ins Bett, weil am nächsten Tag ein größerer Ausflug anstand: Nimbin. Und das war mal eine ganz andere Erfahrung!

Und wie in ganz Australien ist natürlich auch in Byron Bay der Sonnenuntergang einfach nur zum träumen!

Tag 37: Nimbin
Byron Bay gilt als Hauptstadt der Hipster. Wer aber die wirklichen Hippies sehen will, muss nach Nimbin. Die einzige wirklich Info, die mir jeder im Hostel gegeben hat, war, dass wenn man Drogen kaufen wollte, man nach Nimbin müsse… Weil in der Tagestour aber auch generell das Hinterland ein bisserl beleuchtet wurde, hab ich mir gedacht: Kann ja nicht schaden, das mal anzuschauen… 😉

Schon der Bus, der uns dahin bringen sollte, war recht – bunt! Und auch am Anfang die Einführung vom Guide, der dreimal betont hat, das Marihuana auch in Australien illegal ist, ihm das aber völlig wurscht ist, war mal was anderes… 😉 Und dann waren wir auch schon in Nimbin.

Ungelogen 10 Meter nach der Bushaltetelle sind wir da erste Mal gefragt worden, ob wir denn Gras oder Brownie kaufen wollen würden… 😉 Hätten wir aber natürlich nie…. 😉


Die Stadt hat aber auch andere Sachen zu bieten, nette kleine Geschäfte mit etwas ausgefalleneren Klamotten und Kräutern und Tees zum Beispiel. Nach 2 Stunden schlendern sind wir dann wieder in den Bus geklettert und weiter ins Hinterland gefahren, wo wir in der Nähe von einem Stausee einen kleinen Spaziergang gemacht haben.



Als wir dann zurück waren, hat der Guide an einer der öffentlichen Barbecue-Stationen schon das Mittagessen gegrillt – welch Luxus!
Danach haben wir dann noch einen Abtsecher zu einem Wasserfall gemacht – ziemlich hoch… Da würd ich nicht runterfallen wollen… 😉

Am Abend gab’s dann nochmal Drinks mit Tabitha im Beach Hotel in Byron Bay – die beste Adresse direkt am Strand für einen gemütlichen Abend! 🙂
Die nächsten Wochen werden jetzt mal anders, weil ich an der Gold Coast bei Freunden übernachte und da ein bisserl mehr Einblick in „das wirkliche Leben in Australien“ bekommen werde – spannend! 🙂
Bis dahin ganz viele Bussis vom Strand!
Alles Liebe,
Nina
