Bis jetzt war ich immer in den regionalen Hauptstädten – aber ich bin draufgekommen, dass es tatsächlich auch in Australien Winter gibt und ich nach knapp einem Monat schon auch gerne mal am Strand liegen wollen würde… Also ab mit dem Bus und an die Ostküste! Das erste große Ziel ist eigentlich Byron Bay, aber weil ich nicht 14 Stunden im Nachtbus verbringen wollte, habe ich zwei Zwischenstopps eingeplant. Und im Nachhinein möchte ich die beiden Stopps wirklich nicht missen! Kleinstädte haben schon auch ihre Reize.. 😉
Tag 29: Ein gemütlicher Sonntag in Newcastle
Ganz so viele Sehenswürdigkeiten gibt’s in Newcastle nicht, aber der Strand ist einfach imposant. Von unserem Hostel aus gibt’s im Prinzip zwei Routen für wunderbare Strandspaziergänge – links und rechts… 😉 Am ersten Tag in Newcastle war links angesagt, in Richtung Leuchtturm.


Der Strand schaut ja schonmal echt vielversprechend aus, oder? 🙂 Es war zwar auch schon recht warm, aber leider auch recht windig… Also doch wieder lange Jeans und Jacke, aber diesmal nur mit T-Shirt darunter! 😉
Der Spaziergang war echt schön und mal wieder hatte ich einfach Glück – der Leuchtturm ist nur am Sonntag von 10 bis 4 geöffnet. Und dreimal dürft ihr raten, wer genau am Sonntag um 12 dort war, ohne zu wissen, dass die Öffnungzeiten so sind… 😉



Der Ausblick von dort draußen war echt ziemlich geil! Weil aber die Stadt auch sonst einiges zu bieten hat, sind wir dann in die Stadt und haben die Kathedrale angeschaut. Auf einem Hügel mitten in der Stadt gelegen, die Stadt überblickend, mit Stufen hinauf, in die die Namen und Todesursachen der ersten Siedler der Stadt verewigt sind… Da haben wir uns lange aufgehalten – manche hatten leider recht makabere Todesursachen! Während einige „versehentlich ertrunken“ sind, sind andere anscheinend bewusst ertrunken, und das waren immer Strafgefangene… Ein Schelm, wer Böses denkt!


Am Nachmittag/Abend bin ich dann wieder mit Kira – die vom letzten Abend – auf die Suche nach leistbarem Essen gegangen. Der Typ vom Hostel hat uns einen Foodtruck an der Queens Wharf empfohlen, und boy war das die beste Empfehlung der Reise bis jetzt! Ein Hotdog mit Zwiebeln und Bohnenchili – irgenwie war das das absolut Beste, was ich mir an dem Abend wünschen hätte können! 😉 Danach sind wir dann noch in ein Pub, das eine Überraschung bereit hatte. Weil Weihnachten ja doch irgenwie in den Winter gehört und Winter – auch wenn’s 20 Grad hat – doch irgenwie jetzt in Australien ist, gibt’s „Christmas in July“! Also den ganzen Abend grandiose Weihnachtlieder, ich hab’s gar nicht mehr geglaubt. Und wir Europäerinnen hatten den Spaß unseres Lebens! 😉
Tag 30: Newcastle Part 2: Bogey Hole + ANZAC Memorial Walk
Wie oben schon beschrieben, haben wir am ersten Tag die linke Seite gewählt. Also blieb für den zweiten Tag die rechte übrig und das war genau unser Plan für den Tag. Ich war wieder mit Kira unterwegs, die mit dem gleichen Bus wie ich weiterfahren wollte, perfektes Timing also. Am Weg zum Memorial Walk kommt man am Bogey Hole vorbei, das von den damaligen Strafgefangegen in ein Steinplateu gemeißelt worden ist, um einen Meerwasserpool zu bekommen. Wir sind bist runter gegangen, leider war’s aber zu kalt, um wirklich schwimmen zu gehen…


Da hat’s gscheid gespritzt, ruhiges Schwimmen kann ich mir da auch nicht wirklich vorstellen… 😉
Dann ging’s weiter in Richtung Memorial Walk. Mit der Geschichte langweile ich euch jetzt nicht weiter, es ging mal wieder um die Geschichte der Australier im 1. Weltkrieg und das ANZAC Korps, das damals in Gallipolli gelandet ist und eigentlich kläglich verloren hat – frag‘ mich nicht, warum ANZAC Day der größte Feiertag des Landes ist…
Der Walk war aber schön:




Den Nachmittag verbrachten wir dann – nach einem Pie vom selben Foodtruck von gestern Abend – am Strand und später bin ich dann in ein super nettes Café, weil’s dann doch ein bisserl kalt geworden ist…

Am Abend gab’s dann im Hostel für 5AUD all-you-can-eat Pizza, das kann man sich natürlich nicht entgehen lassen. Und um halb 9 saßen wir dann beide wieder gemütlich im Bus nach Port Macquarie! 🙂
Tag 31: 24 Stunden in Port Macquarie
Port Macquarie ist eigentlich nicht ganz oben auf der Liste der Backpacker-Destinationen. Aber dort gibt es das älteste Koalakrankenhaus Australiens und genau deshalb – und weil 10 Stunden Busfahrt direkt nach Byron Bay auch nicht verlockend sind – hab ich für exakt 24 Stunden dort Halt gemacht. Beim Aussteigen vom Bus um halb 1 in der Früh hab ich gleich zwei Mädels aus Holland kennen gelernt, die die exakt gleichen Pläne für den Tag hatten. Und schwupps haben wir uns gleich für den nächsten Tag verabredet und dann herausgefunden, dass wir auch noch im gleichen Hostel schlafen – Jackpot!
Also, nach einer recht kurzen Nacht und Pancakes im Hostel haben wir uns am Vormittag auf den Weg gemacht, den Coastal Walk zu erkunden, der eigentlich nicht auf unserer Liste stand, aber laut den Hostelbetreibern ein absolutes Highlight ist. Na gut, also los – und wir hatten sogar Begleitung vom besten Hostelhund der Welt! 😉

Der Walk war echt super… lang! Niemand hat uns gesagt, dass es von dem Punkt, wo uns der Hostel-Shuttle rausgelassen hat, bis zum Hostel 12 Kilometer sind – und die Führung im Koala-Hospital war schon um drei… Naja, dann halt im Eiltempo! 😉



Auch dort gibt es einen Leuchtturm – und von dort haben wir eine ganze Schule Delfine gesehen! 🙂 Laut Leuchtturmwärter sind die da jeden Tag zum Wellenreiten.
Dann ging’s weiter über viele verschiedene Strände in Richtung Stadt:




Zum Koala-Hospital haben wir’s dann auch noch pünkltlich geschafft – und dann vor lauter Stress vergessen, Fotos zu machen…

Aber die machen wirklich tolle Arbeit dort und versuchen, so viele Koalas wie möglich wieder auszuwildern. Die sind nämlich besonders durch Chlamydien bedroht – also nicht die menschlichen, aber trotzdem blöd… Manche werden dadurch „nur“ blind, andere sterben – und woher das ganze Schlamassel? Natürlich mal wieder durch die Europäer eingeschleppt….
Nach dem Koala-Hospital ging’s dann zum spektakulärsten Sonnenuntergang der bisherigen Reise! Und wir haben einen Wal gesehen! 🙂




Danach gab’s Burger und Pommes in Vorbereitung auf den Nachtbus… Snacks mussten auch noch gekauft werden, und im Hostel konnten wir noch duschen und auf den Bus warten. Irgendwie wurde die Zeit bis halb 1 dann doch lang, trotz endloser Partien UNO. Aber wir haben’s geschafft – und der nächste Eintrag kommt dann aus Byron Bay, wo der Nachtbus dann um halb 7 in der Früh ankommt. Was ich da dann so früh gemacht hab – seid gespannt! 😉
Wie immer, alles Liebe von der Ostküste! 😉
XOXO,
Nina
