Tag 2+3: Melbourne, Baby! (17.+18. Juni)

Um ziemlich genau 5:30 Ortszeit bin ich in Australien gelandet – nach fast 20 Stunden Flug und mehr als 24 Stunden Reise. Vorbildlich hatte ich schon im Flieger den Immigration-Zettel ausgefüllt und bin damit und mit dem Pass bewaffnet schnurstracks in Richtung Passkontrolle spaziert, um endlich meinen ersten Stempel in den blöden Pass zu bekommen, bevor der nächstes Jahr abläuft. Eine hilfsbereite Dame schickte mich zu einem Schalter, wo mich statt eines Beamten nur eine Scan-Maschine erwartete, dann noch ein Gesichtsscanner und schließlich ein prüfender Blick von einem Beamten – und schon war ich mitsamt meinem Gepäck draußen. In solchen Momenten verfluche ich die moderne Technik mitsamt e-Pässen – wieder nix geworden mit meinem Stempel… 😦

Der erste Weg führte mich schnurstracks zum Vodafone-Shop – ok, Technik ist doch super und ich hab‘ jetzt auch in Australien Internet am Handy. Zwar über einen Umweg über ein anderes Handy, weil mein Iphone doch gesperrt ist, aber immerhin – und billig waren die 35 Gigabite auch. Also gibt’s auch keine Ausreden mehr – Instagram Stories werden kommen und ich werde dank Goole Maps auch tatsächlich dort landen, wo ich hin möchte! 🙂

Gesagt getan und ich machte mich – dank Google Maps und einer sehr hilfsbereiten Dame, auf zum Skybus, der mich durch das noch nicht ganz erwachte Melbourne in die Innenstadt brachte. Mit der gratis (!!!) Tram ging’s dann noch 3 Stationen weiter und schwups, war ich schon beim Hostel – natürlich viel zu früh. Um 7 kann man leider nicht einchecken, also bin ich nur schnell unter die Dusche, hab mein Gepäck in einem Aufbewahrungsraum verstaut und bin dann zum gratis Frühstück.

Um dem Jatlag keine Chance zu geben, bin ich dann am Vormittag gleich mit einer der Free Walking Tours aufgebrochen, um mal einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen – und der ist wirklich super. Tolle, freundliche Leute, viele kleine Cafés und Restaurants an jeder Ecke und zum Regnen hat’s bei der Hälfte der Tour auch aufgehört! 😉

Danach bin ich mit einigen aus der Gruppe und dem Tourguide Max noch auf einen Burger und ein Bier zum ältesten Pub Melbournes – durchaus einen Besuch wert. Dann war’s dann eh schon am späteren Nachmittag und ich konnte endlich mein Bett im 12-Mädels-Zimmer beziehen. Die waren aber alle noch nicht da, also hab ich mich erstmal auf’s Ohr gehaut. Nach der Stunde Nachmittagsnickerchen waren die anderen aber dann da und ich hab Emily und Hanna kennen gelernt – super nett – und wir haben gleich ausgemacht, am nächsten Tag die Museen zu erkunden.

Am Abend bin ich dann noch spontan mit einem Mädel von der Tour am Vormittag auf einen Drink in eine Bar mit Mega Ausblick von der Rooftop-Terasse. Stilecht für Australien und die Jahreszeit gab’s Glühwein… 😉

Weil wir in der Bar dann noch zufällig zwei Deutsche getroffen haben, sind wir mit denen dann noch weiter zu einer anderen Bar gezogen. Zum Namen „Storyville“ passend, war die den „Alice im Wunderland“-Filmen nachempfunden – inklusive Barkeeper, der wie der Hutmacher ausgeschaut (und ehrlich gesagt auch gewirkt 😉 ) hat.

Der Spaziergang zum Hostel hat dann nochmal die besten Seiten von Melbourne gezeigt.

Sooo viele tolle Grafitti und Streetart auf einem Fleck habe ich noch nie gesehen!

Tag 3

…hat eigentlich erst zu Mittag begonnen… 🙂 Vielleicht war der Jatlag doch schlimmer als gedacht, oder ich war einfach fertig von der Reise – wie auch immer, ich hab bis halb 12 geschlafen! Dann schnell in die Dusche und nach einem kurzen Gratisbier in der Hostel-Bar mit Emily, einer Zimmerkollegin aus San Francisco, zum Lunch und danach in die National Gallery of Victoria, weil’s geregnet hat.

Der Federation Square mit den ganzen Museen bildet so etwas wie den Mittelpunkt der Stadt und ist auch recht hübsch anzuschauen:

Nach einer großen Tasse „flat white“ besuchten wir dann noch eine Gallerie mit Aboriginie-Kunst. Auf dem Weg zum Supermarkt sind wir dann noch durch die Innenstadt geschlendert, dabei ist unter anderem dieses tolle Foto entstanden:

Nach einem kurzen Abendessen im Hostel (Käsetoast und Tomatensuppe – ausgewogene Ernährung for the win 😉 ), gings dann noch mit Emily und Hanna aus dem Zimmer zum Skip-Bo spielen in die Hostel-Bar. Und jetzt sitze ich hier im Bett, bearbeite Fotos und tippe diese Zeilen – und freue mich auf morgen!

Alles Liebe aus Down Under,

Nina

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